Umweltpolitisches Massivversagen im Landkreis Osnabrück

Trotz der hanebüchenen Entscheidung der Kreistags-CDU/FDP zur Beeinträchtigung von FFH-Gebieten. Jetzt erst Recht! Große Unterstützungswelle für Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“

Bei allem „nicht so Schönen“ (gemeint ist nicht nur das fatale Signal für den Arten- und Naturschutz sondern auch die direkten Auswirkungen eingesetzter Pestizide),
was die Entscheidung der CDU/FDP mit sich bringt:

Wir erleben ein selten dagewesenes Unterstützungsangebot aus der Bevölkerung (z.B. kostenlose Bereitstellung von Flächen für den Insektenschutz):

Im Februar 2018 hatten wir zu Beginn des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ durch einen Artikel in der NOZ….
binnen drei Wochen etwa 200 Flächenangebote (von Firmen, Privatpersonen, Schulen, Kirchengemeinden etc.) offeriert bekommen.

Bis jetzt wurden uns seit dem Wochenende bereits 80 (!) weitere Areale für den Insektenschutz angeboten.
Gut ist: Wir stellen in eingehenden Mails und Gesprächen eine hohe Empörung vieler Bürgerinnen und Bürger und eine intensive „Jetzt-erst-Recht-Stimmung“ fest.
Aufgrund der knappen Einsaat-Zeit (März bis Mitte Juni nächsten Jahres) können wir jedoch nur einen kleinen Teil der angebotenen Flächen mit wertvollem, regionalem Saatgut bestücken. Bitte bedenkt: Das Projekt läuft ehrenbamtlich, nach unserer eigentlichen Lohnarbeiten im Büro etc.

Wir werden in unser ehrenamtliches Engagement nun noch mehr Zeit und Geld investieren müssen. Wir werden uns dabei auf die Fertigstellung (Schließung der Lücken)
im Blühwiesenkorridor zwischen Melle und Hagen a.T.W. konzentrieren:
<a href=“http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12″ rel=“noopener“ target=“_blank“>http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12</a>

Hier wollen wir im nächsten Mai 2020 ein bundesweit bislang einmaliges Projekt fertigstellen, welches es auch Insekten mit geringen Flugradien ermöglichen soll,
sich regional genetisch auszutauschen. Ein regionsübergreifender genetischer Austausch ist elementar für eine Arterhaltung.

Wir fühlen uns von der CDU und der FDP des Kreistages durch die Randstreifenentscheidung im Einsatz gegen das Insektensterben im Stich gelassen. Wir empfinden diese sogar als ganz massive Behinderung zur Erreichung der gesellschaftlich wichtigen Ziele für eine Artenvielfalt. DEr Begriff „Verantwortungslosigkeit“ war selten passender als jetzt.

Das Insektensterben stellt nicht nur ein großes Problem für die Biodiversität sondern durch ihre kontinuierlich sinkende Bestäubungsleistung auch eine Massivherausforderung für die Landwirtschaft dar.
Eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern haben sich in den vergangenen Jahren gegen das Insektensterben im Landkreis eingesetzt.
Die Entscheidung der CDU und FDP ist hanebüchen und soll an dieser Stelle als Entscheidung außerhalb von Raum und Zeit bezeichnet werden.
Der Beschluss des Kreistages muss in Bezug auf die FFH-Gebiete als umweltpolitisches Massivversagen gewertet werden.
Die 1-Meter-Randstreifen werden das Artensterben im Kreis weiter forcieren. Nun rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger
in sämtlichen Kommunen des Landkreises dazu auf, mit großer Vehemenz alles zu unternehmen, um dem Artensterben Einhalt zu gebieten.

Auf unserer Seite „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) haben wir soeben eine intensive Anleitung veröffentlicht, wie jeder Mensch z.B. durch Blühwiesen aktiv für eine Versorgung vieler bedrohter Lebewesen beitragen kann.
<a href=“http://insektenrettung.de/eine-bluehwiese-anlegen/“ rel=“noopener“ target=“_blank“>http://insektenrettung.de/eine-bluehwiese-anlegen/</a>

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
<a href=“https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck</a>

Auf geht’s!!!

 

Der Tod hält Einzug im Landkreis Osnabrück (?)

Heute eine weitere Blühwiese begonnen zu mähen. Und: Wird morgen ein „schwarzer Tag für den Artenschutz im Landkreis“, oder anders formuliert: „Hält der Tod Einzug im Landkreis Osnabrück“?
Auch wir haben Areale an Gewässern im Landkreis gepachtet, um dort Blühwiesen anzulegen. Bei strahlendem Sonnenschein heute mit der Herbstmahd begonnen. Blühwiesen müssen gemäht (und das Mahdgut abgetragen) werden, wenn diese auch im nächsten Jahr noch blühen sollen. Mit dem Mahdgut begonnen „Stängelhaufen“ aufzuschichten. Gibt es in der aufgeräumten Kulturlandschaft viel zu wenige. Für viele Lebewesen jedoch können diese eine wichtige Winterhilfe sein.

Und: Morgen gilt es. Entscheidet sich die CDU/FDP/AFD für eine gegenüber der Gesellschaft völlig verantwortungslose Entscheidung, welche das Artensterben massiv fördern wird?
Gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
Anders formuliert: Klimaerwärmung und Artensterben bedrohen die Fortexistenz der Menschheit auf diesem Planeten ganz massiv.
In Absprache mit einigen Groppen, Fröschen, Libellen, Steinfliegen und diversen Wildbienen heute ein intensives Fotoshooting gehabt. Darsteller: Niemand geringeres als der Tod persönlich.
Aussage: „Hält der Tod Einzug im Landkreis Osnabrück ein“?
„Ein schwarzer Tag für die Artenvielfalt?“ Oder gerne auch: „Unterstützt und fördert Ihr das Artensterben, dann machen wir Euch die Hölle heiß!“(verbal, sinnbildlich).
Vorsicht: Sind nur Bilder, nicht mehr und nicht weniger. Bilder können einen gesellschaftlichen Diskurs im hohen Maße fördern – und das ist auch explizit gewollt.
Martialisch? Ja, auch das absolut ein gewollter Akt! Wir reden über nichts Geringeres als den Hungertot vieler Lebewesen. Das Insektensterben bedroht unsere Fortexistenz auf dem Planeten massiv. Eine Entscheidung für lediglich einen 1-Meter-Pestizidschutzstreifen ist KEINE sinnvolle Maßnahme für den Insekten- und Artenschutz.
Und: Feuerwerkskörper und Rauchbomben sind nicht das Mittel der ersten Wahl einer Naturschutzgruppe. Für gute Bilder jedoch ein probates Mittel. Wir sind uns dessen bewusst, dass wir eben eine ganze Menge CO2 produziert haben. Im Zuge des in einigen Wochen beginnenden Klimawald-Aufforstungsprojektes werden zusätzlich noch einmal 60 Bäume kaufen und einpflanzen, um das zu kompensieren.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Stimmung im Landkreis Osnabrück explosiv wie selten

Die Stimmung im Landkreis Osnabrück ist „explosiv“ wie selten.
Gewässerrandstreifen von einem Meter und noch mehr Artensterben? Was erlauben „CDU/FDP/AFD“ ?!!! Am Montag gilt es!
Wie darauf reagieren? Noch mehr „Öl ins Feuer gießen“ oder einige sachliche Dinge mal klar stellen?

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=49swNjPBxcs[/embedyt]
Man verzeihe den einen oder anderen Rechtschreibfehler in diesem „Post“. Wir können uns nicht gleichzeitig für Gnadenhof, Artenvielfalt, Klimaschutzwälder & Co. einsetzen und nach einem „long und extreme aufregend day“ noch im Detail um Orthographie kümmern.

Nach dem heutigen Zeitungsartikel in der NOZ:
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1891358/naturschuetzer-laufen-sturm-gegen-1-meter-randstreifen-im-kreis-osnabrueck
stand das Telefon kaum still. Das Emailkonto quillt über (wir beantworten alle Anfragen, dauert aber leider etwas)….

Eine Vielzahl besorgter, empörter und stinksaurer Bürgerinnen und Bürger meldet sich bei uns. „Das kann doch wohl nicht sein, dass die das machen!“, Nach Trappatoni-Manier: „Was erlauben CDU und FDP!!!??? Spielen wie Flasche leer!!!!“, „sind die denn noch zu retten???“, und auch oft: „Die Landwirte!!! Es reicht!!! Was soll denn das??!!! Die können doch nicht unsere Zukunft aufs Spiel setzen!!!“
Auch einige Angebote für weitere Blühwiesen haben uns erreicht. Sehr gut und danke!!
Doch nun mal langsam…ruhig Blut (das aus dem Munde eines Hitzkopfes mutet schon irgendwie komisch an)…
Erstmal:

„Das Klima“
Das Klima ist explosiv. Nicht nur das reale „Wetter-Klima“ sondern auch das „gesellschaftliche Klima“.
Wir befinden uns in einer Zeit des MASSIV-Umbruches. Wer aktuell die Klimaerwärmung noch leugnet, kann leider nicht mehr erstgenommen werden und scheidet aus dem seriösen Diskurs automatisch aus (Tschüssikowski AFD).

Greta Thunberg (z.B.) wird inflationär beleidigt, von Menschen, welche sich (unausgesprochen) aufgefordert fühlen (sehr gut!) ihre „Komfortzone“ zu verlassen. Auch dem letzten dahergelaufenen Vollidiot in der Bundesrepublik müsste mittlerweile klar sein, dass es ein „Weiter so“ nicht geben kann
(sie „spüren es irgendwie) und das macht sie so sauer).

Gleichzeitig klammern sich viele Menschen an den „Ist-Zustand“ (der sich aufgrund der Klimaerwärmung und des Artensterbens massiv verändern wird. Da hilft auch kein Klammern mehr.).
An „Alterhergeglaubtes“ zu glauben hilft. Sich auf Veränderungen einzustellen kann weh tun. Individuell. Was passiert dann? Abwehrhaltung (bei Vielen), Anpassung (bei Einigen), Gestaltung (bei Wenigen).
Das erleben wir aktuell im „gesellschaftlichen“ Diskurs.
Klimaerwärmung und Artensterben sind einerseits zwei unterschiedliche Themen, andererseits gehörten sie natürlich eng zusammen.

Zur Klarstellung:
Die Berichte des Weltklimarates stammen nicht aus der Feder einiger von der Bio-Industrie gekaufter, in Birkenstock-Sandalen rumlaufender, Autohassender WissenschaftlerInnen.
Nein. Sie sind eine Zusammenstellung von WissenschaftlerInnen weltweit, welche in mehrjähriger Arbeit eine Vielzahl von unterschiedlichen Studien (vierstellig!!!) ausgewertet haben und sich dazu sogar noch supranational abstimmen.
Beim schockierenden Bericht des Weltbiodiversitätsrat (IPBES) sieht es nicht anders aus.
In diesem, im Mai veröffentlichten Report, steht ganz klar: Wir müssen JETZT SOFORT handeln (nicht erst irgendwann, wenn auch die FDP die Zeichen der Zeit verstanden hat).

„Die Landwirte“
Es gibt nicht „die Landwirte“. Um es nochmals klarzustellen.
Auch in unserem Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ stellen wir vielfach fest, dass sich Landwirte für eine höhere Artenvielfalt stark machen. Wäre ja auch komisch wenn nicht. Ohne Insekten keine Bestäubung -> keine Ernteerträge -> keine Erlöse.
Gleichzeitig gibt es in jeder Berufsgruppe „an den Rändern“ Hardliner. Auch das ist nicht ungewöhnlich, im Zuge des Artensterbens jedoch (unserer subjektiven Meinung) definitiv zu verurteilen (Nochmal: Wir reden hier von „Hardlinern“ die einfach nichts begriffen haben und auch nicht begreifen wollen.)
„Hardliner“ stellen in der Regel einen geringen Prozentsatz einer Gruppe (wie auch immer geartet) dar.

Dass sich jeder Berufsstand dafür einsetzt ein hohes Salär für seine Arbeit zu erhalten ist nachvollziehbar. Dass „Verordnungen“ als Bedrohung angesehen werden können, kann (irgendwie) auch verstanden werden.
Der Schrei „nach der Politik“ ist im Einzelfall (von Produzent und Konsument) zu wenig.
Anders formuliert: Leute: unterstützt Eure lokalen und regionalen Bauern auf dem Weg zu nachhaltigen und ökologischen Produktionsmethoden.
Für „harte“ und „ehrliche“ Arbeit, 12 Monate im Jahr, mit wenig (oder keinem) Urlaub, auf dem Weg zu ökologisch sinnvollen Anbaumethoden, ist nun mal ein Preis angemessen, der durchaus auch deutlich über dem Preis im Supermarkt liegen kann. Den „Stimmzettel“ geben wir an der Ladentheke ab.
Ausgezeichnet geht das z.B. im örtlichen Bioladen oder im Bereich der solidarischen Landwirtschaft (gibt es auch in Deiner Region): https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/

Zu teuer? Ja, leider kann sich das nicht jeder leisten, das stimmt :-(, und das ist auch ein Problem. „Ohne Wenn und Aber“.
Aber für Cent-Beträge gibt es nun mal (auch leider) nur Produkte, die zu ökologischen Mindeststandards hergestellt werden. Und Eurer/Unserer Gesundheit tut ihr/wir damit nicht immer einen Gefallen.

Und die Landwirte, welche aktuell noch konventionell arbeiten?
Superschwierig. Kein Landwirt ist glücklich, wenn er Gifte einsetzen muss. Kein Landwirt freut sich darüber, wenn ein Ertrag nur möglich ist, unter massivem Einsatz von Pestiziden. Und kein Landwirt kann „einfach so mal eben“ seinen Betrieb zu einem „Biobetrieb“ umstellen.
Und da dann leider doch der (Hilfe-)Ruf „nach der Politik“ und der „Macht des Verbrauchers“. Ohne massive finanzielle Unterstützung wird es nicht gehen.

„Die CDU“
Im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ erleben wir viele CDU-PolitikerInnen, von deren Aussagen wir neuerdings positiv überrascht werden. Es ist nicht nur schwarz (HaHaHa, welch Wortwitz) und Weiß. Wir erleben CDU-PoiitikerInnen, welche Vorschläge machen (positiv), über welche wir in dieser Form oftmals selber noch nie nachgedacht haben. Und offen gesagt: Es wirkt ehrlich! Positiv! Bei etlichen VertreterInnen haben wir das Gefühl, dass wirklich „die Zeichen der Zeit“ verstanden wurden.
Ein sehr angenehmes Telefonat im Laufe der Woche hat zudem gezeigt, dass Meinungen immer in einem sehr sehr sehr komplexen Gefüge von Abwägungen und Interessen entstehen (ok, das war bekannt, trotzdem kann es positiv sein, das einmal in einem persönlichen Dialog zu erleben).
Und gleichzeitig: Die Entscheidung des Umweltausschusses im Kreistag Osnabrück macht fassungslos, wütend, ohnmächtig, hinterlässt Sprachlosigkeit, das Gefühl, das selbst Minimal-Ökologische Zusammenhänge entweder nicht verstanden oder Interessenvertretern geopfert werden.
Am „Ende des Tages“ zählt das Resultat. Wenn „am Ende des Tages“ ein Gewässerrandstreifen von einem Meter in FFH-Gebieten!!!! dabei rauskommt, dann kann es dafür (unserer Meinung nach) dafür keinen Beifall geben! Dann sind „gellende Pfiffe, Buh-Rufe“ und massiver Protest innerhalb einer lebendigen Demokratie das einzige sinnvolle Zeichen.

Gesichtsverlust bei Änderung einer Entscheidung?
Maximaler Blödsinn! Jeglicher Entscheidung ist immanent, alle Fakten, gesellschaftlich aktuellen Rahmenbedingungen etc. zu berücksichtigen. Landläufig wird das zwar nicht immer gewürdigt, dennoch bleibt es ein Zeichen von Größe und Charakter eine Entscheidung zu revidieren.
Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates kam erst im Mai 2019 heraus. Somit hat sich die Faktenlage verändert.
Eine Entscheidung zu revidieren, dieser Haltung gebührt Respekt (passiert im Alltag eines jeden Menschen übrigens ungefähr täglich)

„Die FDP“
Natürlich gibt es nicht mutmaßlich die „Die FDP“. Es werden sicherlich auch dort unterschiedliche Meinungen vorhanden sein.
In Bezug auf Umwelt-, Arten und Klimaschutz (subjektive Meinung von hier) kam da bislang jedoch (leider) ausschließlich SEHR viel „optimierbarer Entscheidungsfundus“
(oder es wurden von den Empfängern der Nachricht einige Sendeinformationen nicht präzise genug empfangen).
Dass technische Innovationen die Welt retten können ist klar. Kommt da sonst noch was an Vorschlägen?

Die „AFD“
Ach komm!!! Lass gut sein!

„Das Artensterben I“

In Anlehnung an die Klimaerwärmung und in direkter Kombination mit dieser stellt das Artensterben die zweite JAHRHUNDERTAUFGABE der Menschheit dar.
Ökologische Zusammenhänge bilden eine Art „Spinnengewebe“ ein „interagierendes Netz“ komplexer Zusammenhänge.
Sterben bestimmte Arten aus, dann merken „wir“ es nicht. Sterben „andere“ Arten aus, dann brechen Ökosysteme zusammen. Genau dort sagen wir heute auch im Landkreis Osnabrück: „Hallo! Soviel Tod auf einmal, das kann aber nicht gut gehen!“
Das Insektensterben (der vielen vielen Arten) zeigt es. Nahrungsketten brechen massiv zusammen. Bestäubungsleistungen bleiben aus.
Wenn wir davon sprechen, dass aktuell BIO-Gemüse nur für Besserverdienende erschwinglich sein wird, dann wären ein Weiterdenken nicht ganz schlecht.
In Zukunft (eine Zeitschätzung kann hier nicht geäußert werden) wird es GEMÜSE (egal woher) nur noch für Besserverdienende geben!
Zudem: Wir Menschen halten uns gerne für die Größten, Klügsten und absolut Coolsten. Aktuell müssen wir leider feststellen, dass wir „hier und da“ doch ganz massive Trottel sind. Und von der Erkenntnis bis zur Umsetzung dauert es bei uns Trotteln zuweilen Jahrzehnte. Erst wenn es RICHTIG WEH TUT (und das wird passieren) ändern wir unseren Habitus.
Verschiedene Insekten, die Groppe (im Landkreis Osnabrück), Amphibien, Reptilien würden vermutlich sogar sagen:
„Trottel? Ne Ne Ne! Ihr seid einfach gigantische ***********!“.

Tja, was will man da, so als Mensch, im, Landkreis Osnabrück, einer Groppe, die kurz vor dem Exitus steht, noch erwidern?? Plötzlich werden wir alle ganz Kleinlaut!


„Das Artensterben II“

Artensterben klingt irgendwie abstrakt. Klingt nach „Steuererklärungshaushaltsdefizit“, oder „Überstundenmeineidsverklausierungsübernahme“ oder „Zertifikatssolldimensionierungaufruf“.
Nur was heißt es konkret? Konkret bedeutet es: Tiere verrecken elendig vor Hunger. Wildtierauffangstationen können davon ein Liedchen singen.
Nur weil wir Menschen davon nichts mitkriegen bedeutet es nicht, dass sich krasse und unfassbare Dramen in unserer Kulturlandschaft abspielen.
Blaumeisen-Eltern versuchen verzweifelt genügend Nahrung für ihre Jungen zu jagen und fangen. Eine Menge davon stirbt vor Hunger.
Ganz toll, Ihr ********** (würde die Groppe sagen).

„Die Wahlschlappen“

Warum die FDP noch über 5% kommt, das verstehe wer will.
Die AFD ist ein Sammelsurium rechtslastiger Honks (in Wortanlehnung an Frau von Storch). Ein Tritt in den ***** (natürlich nur „sinnbildlich verbal“) erscheint ein probates Mittel wehrhafter Demokraten für solch faktenfernen Blödsinn zu sein.

Die CDU, die nun noch definitiv „lebendig“ ist, könnte aus den kontinuierlichen „Abwatschungen“ ja mal die eine oder andere Lehre ziehen (so meint man).
Europawahl: Desaster! Landratswahl: Nach 70 Jahren CDU wurde mit Anna Kebschull eine Grüne gewählt (folgerichtig).
Ergebnisse in Brandenburg: Scheiße!. Sachsen: Desaster!. Thüringen (folgt): auch wieder Scheiße!
Die nächste Kommunalwahl in Niedersachsen: Vermutlich Frühherbst 2021:
Demokratie, WIR VERGESSEN NIE!

„Der eigentliche Skandal“
Es muss als Skandal gewertet werden, wenn mitten im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren immer noch nicht verstanden wird, dass wir alle gemeinsam HANDELN müssen. Mal ernsthaft, die CDU, eine VOLKSPARTEI!!!!
Es kann nicht wirklich ernsthaft so sein, dass CDU-VertreterInnen das größte Artensterben ever auch noch unterstützen.
Trappatoni: „WAS ERLAUBEN CDU!“

„Blumiger Landkreis Osnabrück“
Eine unverhohlene Meinung:
Es kotzt uns irgendwie ganz massiv an. Seit 2017 arbeiten wir bei Wind und Wetter IN UNSERER FREIZEIT daran, Blühwiesen für Insekten zu schaffen.
Wir werden zuweilen beschimpft und bekommen Hassmails (https://www.noz.de/lokales/hasbergen/artikel/1741528/programmierer-pflanzt-bluehwiesen-und-bekommt-hassmails),
wir investieren JEDEN Monat eine ganze Menge privaten Geldes (zwischen 300 und 700 Euro, je nach Situation) um etwas für die Artenvielfalt auf die Beine zu stellen. Wir arbeiten ehrenamtlich (und nehmen dafür URLAUB von UNSEREN NORMALEN JOBS) gemeinsam mit Schulklassen, Kirchengemeinden, Vereinen, Firmen und vielen Stiftungen, Stiftungen (bundesweit) von der Heinz Sielmann Stiftung bis zur Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen, von der Umweltstiftung Weser Ems bis zur Tierschutzstiftung Wolfgang Bösche.
Auch der VFL Osnabrück hat das Projekt unterstützt!!! Prominente wie Wolfgang Joop, Bjarne Mädel, Axel Prahl, Klaus J. Behrendt und Charly Hübner sind mit „an Bord“.
siehe dazu auch:
http://blumiger-lkos.de/unterstuetzer/
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/blumiges-melle-de-vielen-dank-an-unsere-unterstuetzer/

und dann kommt Ihr mit einem lächerlichen absurden Gewässerrandstreifen von einem Meter (wo in Bayern und BW schon jetzt 5 Meter die Regel sind) und auch die Bundesregierung innerhalb des Insekten-Aktionsprogrammes zwischen 5 und 10 Meter festlegen wird.
Eine ganz sachliche und höfliche Frage: HABT IHR EIGENTLICH NOCH ALLE TASSEN IM SCHRANK??

Und als kleine Ergänzung:
Über was sollen wir Menschen uns eigentlich empören?
Über höhere Bierpreise auf dem Münchener Oktoberfest?
Über das neue Outfit von Dieter Bohlen?
Über die Brände im Amazonas-Gebiet?
Ne Ne Ne:!!!! Wenn wir uns nicht über das Artensterben im EIGENEN Landkreis empören, ÜBER WAS DENN BITTE DANN?

Die Forderung:
Montag, 30. September, Kreistag Osnabrück:
BITTE STIMMT FÜR EINEN 5-METER-SCHUTZSTREIFEN!!!
Und wenn nicht? Nur mutig gestritten (in einer Demokratie), the FUTURE is UNWRITTEN! Nach der Wahlschlappe ist vor der Wahlschlappe.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
htppp://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Offener Brief (eines Frosches) an die CDU/FDP-VertreterInnen des Ausschusses für Umwelt und Energie im Kreistag Osnabrück

Offener Brief (eines Frosches) an die CDU/FDP-VertreterInnen
des Ausschusses für Umwelt und Energie im Kreistag Osnabrück
https://kis.lkos.de/bi/au020.asp?AULFDNR=8&altoption=Gremium

Wolln wir doch mal die Demokratie ein bisschen mit Leben füllen.
Ein Diskurs ist das Salz in der Suppe jeder Meinungsbildung.
Here we go!!!!!
Dieser offene Brief/Fragenkatalog ging heute an die relevanten VertreterInnen im Uweltausschuss, Presse etc.

Sehr geehrte Damen und Herren von CDU und FDP,

als Betreiber des ehrenamtlichen Insektenschutz-Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wöchten wir Ihnen, aufgrund Ihrer Haltung
zur Gewässerrandstreifen-Thematik im Landkreis Osnabrück, nachfolgend innerhalb eines „offenen Briefes“ (wird über Facebook etc. öffentlich gemacht)
verschiedene Fragen stellen.
Einer Demokratie ist immanent, nicht immer einer Meinung zu sein. Zu den Stärken einer Demokratie gehört gleichfalls, dass
Entscheidungen immer im Rahmen einer Abwägung unterschiedlicher Interessen und unter Bezugnahme auf wissenschaftliche Fakten gefällt werden.
Gleichfalls gehört es zur Transparenz einer Demokratie, dass gewählte VertreterInnen der Bevölkerung ihre Entscheidungen offen begründen können.
Dieses soll an dieser Stelle nun von Ihnen ganz offen erbeten und schlussendlich auch eingefordert werden.

Fangen wir also an:

a)
Gemäß Artikel in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1882806/cdu-bleibt-bei-1-meter-randstreifen-in-schutzgebieten-im-osnabruecker-land
vom 19.9. ist zu lesen, dass Ihre Fraktionen im Umweltausschuss des Landkreises gegen eine Erweiterung des Gewässerrandstreifens
im FFH-Gebiets „Bäche im Artland“ auf 5 Meter votiert haben, es bleibt somit bei einem einzigen Meter.
Im Rahmen des Volksbegehrens Artenvielfalt wurde in Bayern beschlossen, dass dort Randstreifen von 5 Metern zu gelten haben.
In Baden-Württemberg sind es 5 bis 10 Meter.
Innerhalb des Aktionsprogrammes Insektenschutz der Bundesregierung wird bald bundesweit eine Verpflichtung von 5 bis 10 Metern gelten.
Eine Fülle von Wissenschaftlern der Uni Osnabrück hat unter anderem in Leserbriefen in der NOZ ihren Unmut, basierend auf wissenschaftlichen Fakten, begründet.
Zudem gab es Stellungnahmen von Landesbehörde und Bundesumweltministerium gegen einen 1-Meter-Streifen.
Verschiedene Umweltverbände machen sich (bundesweit) für Randstreifen von sogar 10 Metern stark.

Aus welchem Grunde haben Sie in der Sitzung des Umweltausschusses am 18.9. dagegen gestimmt, dass auch innerhalb eines FFH-Gebietes im Landkreis Osnabrück
diese 5 Meter gelten sollen?
Welche sachlichen Fakten lassen Sie zu dem Schluss kommen, dass anders als bereits in verschiedenen Bundesländern umgesetzt, hier nur 1 Meter ausreicht?

b) Aufgrund der Klimaerwärmung kommt es zwischen Mai und August vielfach auch im Landkreis Osnabrück zu intensiven Starkregen
mit den Folgen von Bodenerosion und Feinpartikelausschwemmung.
Wie stehen Sie zu dem Vorwurf, dass Sie diese Niederschlagsintensitäten zu wenig in Ihre Entscheidung integrieren?

c) Wie stehen Sie zu dem Punkt, eine Entschädigung an Landwirte zu zahlen, wenn diese einen 5-Meter-Streifen zur Verfügung stellen? Was halten Sie vom dem Vorschlag, Flächen
an Gewässern zu kaufen und gänzlich einer agrarwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen?
Die CDU Melle beispielsweise hat einen Aantrag gestellt, Landwirte für die Anlage von Blühstreifen an Gewässerrändern zu bezahlen. Wie ist Ihre Position hierzu?

d) Medial hat die Gewässerransdstreifen-Thematik für ein „lautes Echo“ (auch überregional gesorgt). Wie stehen Sie zu dem Vorwurf, dass Sie mit Ihrer
„1-Meter-Reicht“-Entscheidung für einen massiven Imageschaden des Landkreises sorgen?

e)
Das Artensterben ist aktuell so präsent wie selten. Genau genommen befinden wir uns gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES)
im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine
globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
Anders formuliert: Klimaerwärmung und Artensterben bedrohen die Fortexistenz der Menschheit auf diesem Planeten ganz massiv.

Im NOZ-Artikel (CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land) war zu lesen, dass ein Landwirt und CDU-Mitglied aus Melle (Herr Niederniehaus)
die Äußerung getätigt habe,
dass der Landkreis keine verschärfte Verordnung zu Gewässerrandstreifen beschließen müsse, wenn das Bundesumweltministerium ohnehin in ein paar Jahren Randstreifen von fünf
bis zehn Metern Breite auf den Weg bringen wolle.

Diese Aussage hat in einigen Kreisen für Irritationen, Kopfschütteln und großen Unmut gesorgt.

Nun können selbstverständlich durch einen Presseartikel schnell auch einmal Missverständnisse auftreten, ggf. wurden Inhalte nicht in Gänze wiedergegeben etc.
Jedoch klingt die Aussage in etwa so, als ob jemand vor einem brennenden Haus stünde, um dann zu sagen: „Löschen ist aktuell nicht nötig. In einigen Stunden kommt doch die Feuerwehr.
Warten wir doch erstmal ab.“

Könnten Sie bitte zu diesem Punkt Stellung beziehen?

f)
In unserem ehrenamtlichen und mittlerweile mehrfach bundesweit ausgezeichneten Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de)
setzen wir uns seit 2017 gemeinsam mit einer Vielzahl namhafter Stiftungen und Sponsoren sowie einer hohen Zahl Bürgerinnen und Bürgern für eine Verbesserung
der Lebensbedingungen der Insekten im Landkreis Osnabrück ein.
Seit 2017 haben wir mit über 1000 Personen in etwa 7000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit über 140 Blühwiesen angelegt. In diesem Herbst folgen diverse Streuobstwiesen.
Im nächsten Jahr werden wir (bislang bundesweit) Einmaliges schaffen. Ende Mai 2020 planen wir „mit viel medialem und politischen TamTam“
die Fertigstellung eines Blühwiesenkorridors zwischen Melle und Hagen a.T.W. auf einer Länge von 35 Kilometern.
Gleichzeitig beschliessen einzelne Politiker innerhalb des Landkreises Gewässerrandstreifen in FFH-Gebieten auf einen Meter zu
begrenzen.

Die Stadt Melle ist gemäß der bundesweiten „Blühwiesenliga“ (http://bluehwiesenliga.de) eine der insektenfreundlichsten Kommunen im Bundesgebebiet.
Gleichzeitig hat der Kreistag im Meller FFH-Gebiet bereits einen 1-Meter-Streifen abgesegnet.

Für Insekten sind nicht nur Blüh- und Streuobstwiesen oder beispielsweise Totholzbestände elementar. Nein, auch Gewässerrandstreifen haben für eine hohe Anzahl der so wichtigen Lebewesen eine herausragende Bedeutung.
Libellen, Stein-, Köcher- und Schwebfliegen sind auf eine entsprechende pestizidfreie Umgebung an Gewässern angewiesen. Eben jene Tiere sind integraler Bestandteil diverser Nahrungsketten.
Zudem wachsen an Gewässerrandstreifen viele Wildpflanzen, die Lebensgrundlage für (beispielsweise) unterschiedliche Wildbienenarten sind.
Ein sinnvoller Gewässerrandstreifen muss deshalb (unserer Meinung nach) eine Breite von mindestens 10 Metern aufweisen.

Unserer Meinung nach ist die Entscheidung Ihrer Fraktionen im Kreistag zudem eine schallende Ohrfeige ins Gesicht der Aktiven, welche sich aktuell unter
massivem Einsatz ihrer Freizeit
ehrenamtlich in einem hohen Maße für den Insektenschutz engagieren.
Unserer Arbeit wird dadurch konterkariert und sogar ganz massiv zerstört, da wichtige Lebensräume von Insekten mit Pestiziden belastet werden.
Wie stehen Sie zu diesem Vorwurf?

h) Die Entscheidung am 30.9. im Kreistag wird von vielen Naturschützern mit Argusaugen verfolgt.

Wir planen die Kreistags-Gewässerrandstreifen-Entscheidung ihrer Fraktionen ggf. massiv im Zuge des weiten Verlaufes des Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“
zu thematisieren. So wollen wir Sie, als CDU/FDP-Mitglieder des Umweltausschusses Ende Mai 2020, zur Eröffnung des bundesweit einmaligen Blühwiesenkorridors zwischen
Melle und Hagen a.T.W. im Beisein diverser Pressevertreter und (hoffentlich) hoher Politprominenz zu einer
Podiumsdiskussion einladen.
In diesem Rahmen werden wir der Randstreifen-Thematik, welches in keinster (!!) Weise losgelöst von unseren Blühstreifen-Aktionen zu sehen ist,
noch einmal ein grosses Podium bieten, auf welchem auch Sie Ihren Standpunkt darstellen können. Bitte nennen Sie aus dem Umweltausschuss jeweils einen Vertreter
Ihrer Fraktionen, der bei dieser Veranstaltung mit auf dem Podium sitzen wird, um hier eine lebendige Diskussion mit Leben zu füllen.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Kai Behncke

P.S. Dieser Brief und auch Ihre Stellungnahmen wird öffentlich über soziale Medien, Webseiten, Presse etc. verteilt.

Patenschaften und weitere Blühwiese

Heute gab es ein nettes Treffen und Patenschafts-Taufe am Kreimerhof.
Danke an Anita Agarius, Bernd Thye und Dieter Finke-Gröne.

Das Schaf „Quinti“ hat nun mit Anita und Bernd zwei Paten gefunden.
Auf der Patenschafts-Taufe heute mit Bio-Sekt gemeinsam angestossen.

Der Name passt zu dem neuen Regionalmagazin „Quintessenz“ von Bernd und Anita.

Im aktuellen Heft wird auch intensiv über unsere Projekte berichtet:
<a href=“http://verlag-am-bleistift.de/quint-2/index.html“ rel=“noopener“ target=“_blank“>http://verlag-am-bleistift.de/quint-2/index.html</a>

Sehr zu empfehlen! Von uns wird es dort aller Voraussicht nach eine regelmäßige Kolumne geben.

Danke auch an Dieter Finke-Gröne, Ortsbürgermeister von Buer, der eine große Privatfläche in Buer zur Gesatltung einer artenreichen Blühwiese
angeboten hat. Zeitnah schauen wir uns das einmal an. Eventuell können dort auch ab und an unsere Gnadenhof-Tiere grasen.

Wir freuen uns sehr über die stattfindende Unterstützung.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
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Deutscher Engagementpreis für Blumiger Landkreis Osnabrück

Das „Unmögliche“ wahr werden lassen!🐝😃🙋‍♀️🙋‍♂️🐞🦋🐛🌻🏆🏆🏆♥️♥️♥️♥️♥️♥️
Erhalten die Tiere eines kleinen Gnadenhofes (Gnadenhof Brödel Melle) und ihre Betreiber den „Deutschen Engagementpreis 2019″?
10.000 Euro für Insektenschutzprojekt und Gnadenhofbetrieb?

Bitte stimmt hier für uns ab:
1. Auf diese Seite gehen: <a href=“https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/</a>
2. In der Suche „Blumiger Landkreis“ eingeben
3. Abstimmen 🙂

Und teilt, teilt, teilt diesen Beitrag.

Im Rahmen des Insektenschutzprojektes „Blumiger Landkreis“ haben wir in den letzten 3 Jahren ehrenamtlich
über 140 Blühwiesen für Insekten geschaffen (300.000 m²).
Diverse dieser Artenschutzwiesen werden schonend und nachhaltig von unseren Gnadenhoftieren (http://gnadenhof-melle.de) beweidet.
So konnten wir eine hohe Anzahl von Tieren vor dem Schlachthof retten.

Durch die schonende Beweidung entstehen bei der Mahd keine Verluste bei Kleintieren, Vögeln, Amphibien, Insekten etc.🦋🐛🌻🐞🐾🦔🌺🌺🌸🐥🐝🐌🐌🐜
Im nächsten Jahr planen wir die Fertigstellung des Blühwiesen-Vernetzungs-Korridors auf einer Länge von 35 Kilometern (zwischen Melle und Hagen a.T.W.):

<a href=“http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=11″ rel=“noopener“ target=“_blank“>http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=11</a>

Das Preisgeld von 10.000 Euro werden wir in die Fertigstellung des Projektes, die Anlage von Streuobstwiesen und den Ausbau unseres Gnadenhofes stecken.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Gnadenhof Brödel Melle
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Noch Flächen für Blühwiesen-Korridor gesucht

Im Jahr 2020 soll das Ding fertig werden, der Insektenschutz-Blühwiesen-Vernetzungs-Korridor im südlichen Landkreis Osnabrück zwischen Melle und Hagen a.T.W.

Nach dann 4 Jahren Arbeit, etwa 8000 Stunden im Ehrenamt und einer Beteiligung von über 1000 Personen.
Aber noch fehlen uns dafür einige kostenlos und leihweise zur Verfügung gestellte Areale (Größe etwa 500 m²).

Konkret: In Melle-Gerden und rund um den Segelflugplatz Melle

In Bissendorf-Holte-Himbergen

In Georgsmarienhütte, Harderberg und Kloster Oesede

Die Arbeit (fräsen und umbrechen, einsäen und anwalzen) übernehmen wir. Kostet keinen Cent 🙂 Wir säen artenreiches (40 Arten) regionales Saatgut ein.

Allerdings wäre es bitte wichtig, dass die Flächeneigentümer die Pflege der Blühwiese übernehmen (ein bis zweimal im jahr mähen und das Mahdgut abtragen).

In den gekennzeichneten Bereichen suchen wir noch Flächen. Gerne bei uns melden.

Danke 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück

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Ordentlich gerödelt für Bläuling und Feuerfalter

Ordentlich geackert heute wieder
Die Schmetterlinge Billy „The Kid“ Bläuling und Freddy „Fight Club“ Feuerfalter sowie unsere Schafe und Ziegen freuen sich über ein schönes weiteres Refugium 🌳🌻🐝🐝🦋🦋🐞🦘🦘🐑🦜🐇🐩🦌🌴🌴🦔
Und: Parkplatz am Hauptquartier Kreimerhof nahezu abgeschlossen

Gestern auf einer unserer gepachteten Gnadenhof-(Blüh-)Wiesen einen „Bläuling“ entdeckt, eine echte Sternstunde.
Für solche Momente lohnt es sich, aktuiv zu sein!

Gestern Nacht noch einen kleinen Dialog belauscht:

Billy „the Kid“ Bläuling: Es ist höchste Zeit, dass unsere Wiese gemäht wird. Wenn das Refugium so bleiben soll, wie wir es brauchen,
dann muss langsam was passieren. Schafgarbengesellschaften auf magerem Boden, etwas Leimkraut, viele Gräser, Mohn, Kornblumen, wird Zeit dass die Schafe und Ziegen
loslegen und die Pflege übernehmen. Was ist da los? Die sollen mal in den Quark kommen“

Freddy „Fight Club“ Feuerfalter:
„Ich regel das. Ich flatter da hin, nehm die Naturfreaks in den Schwitzkasten, hau denen zwei, drei aufs Maul. Dann spuren die schon….“

Billy „the Kid“ Bläuling: „Warum nur musst Du immer so aggro sein? Wir können das doch auch nett regeln? Einfach mal höflich fragen…
Wir sind doch keine Rocker-Gang, wir sind selten gewordene kleine Schmetterlinge…Dezentes Auftreten ist gefragt finde ich… Die machen das doch nicht als Beruf oder so….“

Freddy „Fight Club“ Feuerfalter: Du bist viel zu vorsichtig! Mach Dir doch in die Hose, Mann!
Das ist so wie das, was bei den Menschen immer in der Zeitung steht, die FDP und so, „wir
brauchen freiwillige Verpflichtungen, mehr für den Naturschutz zu tun“. Freiwillig! Selten so einen Blödsinn gehört. Frewillig macht niemand was!
Freiwillig passiert bei den Menschen garnix (holt einen kleinen Schlagring und ein winziges Butterfly-Messer raus).
Ich flatter da jetzt hin, hau denen was auf die Schnauze, das beschleunigt
die Entscheidungsfindung…“

Billy „the Kid“ Bläuling: „Nein, verdammt noch mal. So geht es nicht. Gewalt ist keine Lösung.“

Freddy: „Gewalt ist keine Lösung???? Schau Dich doch mal um, wie allgemeinhin mit unseren Refugien umgegangen wird. DAS (!!) nenne ich Gewalt, oder nicht, oder was????!!!“

Gestern dann um 23.30, kleines, leises Klopfen an der Haustür.
Ich öffne…Ein kleiner Bläuling flattert aufgeregt vor mir hin und her und scheint kommunizieren zu wollen.
Gleichzeitig versucht er hektisch einen „kleinen Feuerfalter“ (Flügelspannweite etwa 25 Millimeter) im Zaun zu halten.
„Kleine Feuerfalter“ gehören übrigens ebenfalls zur Familie der Bläulingen. Dieser fuchtelt wirr mit irgendwas winzig kleinem vor meiner Nase herum…
Ich schnalle sofort: Verdammt, die Mahd, es wird Zeit!

Heute war es dann soweit. Gemeinsam mit Philipp Horstmann 1000 m² umzäunt und den Zaun eingegraben [sonst hauen die Ziegen ab] (danke!!),
sodass die Schafe, Ponys und Ziegen nun auch hier schonend eine Fläche beweiden können.
Feuerfalter (heute gesehen, ein Foto scharf (Wikipedia, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Feuerfalter#/media/Datei:Kleiner_Feuerfalter1.jpg), ein Foto SelfMade) UND einen „Bläuling“ auf EINER Fläche. Fast vor Begeisterung ohnmächtig geworden.

Freddy „Fight Club“ Feuerfalter saß zufrieden auf einem vertrockneten Grashalm herum und spielte mit seinem Butterfly-Messer rum. Auch der Bläuling atmete auf.
„Ist ja noch noch mal alles gut gegangen“.

Unsere Gnadenhof-Tiere waren glücklich, dass endlich ein neues Areal abgeweidet werden kann (mangels Regen ansonsten alles vertrocknet und verdorrt,
es wächst ja kaum noch etwas nach). Zwischendurch alkoholfreies Bier getrunken und Topfkuchen gefuttert (also wir, nicht die Tiere).

Danke auch an Minne Minna Minza und Lu Grengo für eine Patenschaft für die Ziege „Mobby Dick“. Danke an Valentina Andreev für eine Patenschaft für Kunigunde.
Danke an alle anderen Paten der Tiere (Merlin Dumke, Ulrike Zinn, Ute Hellige, Karin Kattner-Tschorn, Lars Albertmelcher, Tanja Menke, Lara Art,
Ulrike Zinn, Ele Luise Haine, Maike Niemann, Catrin & Jens, Christina Sudbrock, Ella Propella, Laura Geisler, Barbara Koebe, Meike Bdm, Philip Ufer & Johanna) sowie viele viele weitere regelmäßige Unterstützer, welche es uns ermöglichen, aktive Natur- und Tierschutzprojekte umzusetzen
(Lisa Fuchs,Thomas Allewelt, Marco Helm, Conny Knopf, Sarah Sara Kaufmann, Sonja Giesecke und und und :-)).

Und auch am Kreimerhof geht es toll weiter.
Karsten Wachsmuth und Simone Brockmann haben den Parkplatz fast fertig (eine Auflage der Stadt).
Gerade noch Billy und Freddy mit winzigen Limousinen (mit Pedalantrieb und Sonnensegel) gesehen, wie sie sich die Vorzeigeplätze auf Parkdeck A gesichert haben.

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Feuerfalter#/media/Datei:Kleiner_Feuerfalter1.jpg
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Feuerfalter#/media/Datei:Kleiner_Feuerfalter1.jpg

 

Insektenhotels hoffnungslos ausgebucht

Das Konzept der Blühwiesen greift. Insektenhotels hoffnungslos ausgebucht. Zwar ist es „nur“ Symptomkuriererei (ohne eine umfassend-nachhaltige Landwirtschaft (die wir durch den Kauf von Bio-Produkten unterstützen können) wird
der Insektenschutz nicht funktionieren), aber Blühwiesen sind weit mehr als „nichts“
und für viele Arten eine echte Überlebenschance (auf kleinem Raum).
Heute eine besonders schöne Wiese begutachtet (blüht mittlerweile im dritten Jahr). Wegwarte, Rainfarn, Wild Möhre, Königskerze und und und….

Und Blühwiesen sind ansteckend: Auf der gegenüberliegenden Strassenseite hat der Landwirt eine Sonnenblumen-Ringelblumen-Mischung ausgesät.
Sieht auch toll aus.
Und an den Insektenhotels ist ein echtes Gedränge. Viele Niströhren sind hoffnungslos ausgebucht.
An Wildbienen-Strand setzt sich das Gedränge fort. Jede Menge unterschiedliche Insekten liegen dort faul in der Sonne rum,
hören dem Meeresrauschen zu und freuen sich ihres Daseins.
„Eiiiiisssssscrrrreeeeme, möchte jemand Eiiiiisssssscrrrreeeeme?“ brüllt ein kleiner Buchfink.
„Hier!“, „Hier!“ und „Hier!“ (eine dicke Hummel paddelt eilig auf ihrer kleinen Luftmatraze zum Strand hin).
„Ich möchte 8 Kugeln, mit Sahne und Wiesenflockenblumenpollen!!! Kann ich mit Karte zahlen?“
„Logo!“, zwitschert der Buchfink fröhlich.
Was für ein Gedränge. Insekten im Urlaub, es lohnt sich, sich das mal anzuschauen.
Geht sehr gut an Blühwiesen.

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Besuch der Bingo! Umweltstiftung Niedersachsen

Heute hatten wir hohen Besuch. VertreterInnen der Niedersächsischen Bingo! Umweltstiftung waren vor Ort
um sich über das Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“und die Tierbeweidung des Gnadenhofs Brödel zu informieren.
Auch Herr Franken vom Meller Kreisblatt war dabei.
Wir fühlen uns geehrt. Blumiger Landkreis Osnabrück sei, so wurde uns gesagt, das umfassendste Insektenschutzprojekt, welches bislang in Niedersachsen umgesetzt wurde.
Und ein tolles Geschenk gab es auch (Danke an dieser Stelle z.B. an Frau Wilmes, Herrn Behr und Herrn Thürnau ).

Wir bekommen einen neuen Motoreinachser (mit richtig PS) inkl. neuem Balkenmäher. Und wir erhalten eine Teilfinanzierung
für eine mobile Heupresse. Das wird uns unglaublich viel Zeit sparen und etliche Arbeiten viel effektiver werden lassen.
Danke :-). Das sind wirklich tolle Nachrichten

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